# Ein Zoll mehr am Winterrad: 126 Euro beim flachsten Schritt, 739 beim teuersten

Veröffentlicht: 23.09.2026 · Aktualisiert: 05.10.2026 · Kategorie: Kompletträder · Autor: Reifentiefpreis · Schlagwörter: Kompletträder, Winterräder, Alufelgen, Felgengröße, Downsizing

Titelbild: https://www.reifentiefpreis.live/bild/blog/winterraeder-zollgroessen-garage.jpg

Wer im Herbst einen zweiten Radsatz kauft, bekommt fast immer denselben Rat zu hören: eine Nummer kleiner nehmen, das spare Geld. Wie viel Geld genau, sagt dieser Rat nie. Wir haben deshalb einmal nachgerechnet, was ein Zoll an einem kompletten Winterrad tatsächlich kostet – nicht am Reifen allein und nicht an der Felge allein, sondern an beidem zusammen, so wie der Satz am Ende im Keller steht.

Die Antwort fällt deutlicher aus als erwartet, und sie ist vor allem nicht gleichmäßig. Der flachste Schritt der ganzen Treppe, der von 16 auf 17 Zoll, kostet über den Satz gerechnet 126 Euro. Der teuerste, der von 22 auf 23 Zoll, kostet 739 Euro. Es ist derselbe eine Zoll, und er ist knapp sechsmal so teuer. Wer diese Treppe kennt, entscheidet beim Winterradsatz anders – und weiß auch, an welcher Stelle sich das Sparen wirklich lohnt, wo es nur noch ein paar Euro bringt und an welchen zwei Stellen die Treppe sogar aus dem Takt gerät.

## Die Datenbasis: 4.088 Räder, 8.889 Winterreifen, ein Katalogtag

Grundlage sind unsere eigenen Katalogdaten vom 5. Oktober 2026: **3.476 Alufelgen und 612 Stahlfelgen**, zusammen 4.088 Räder, dazu **8.889 lieferbare Pkw-Winterreifen**. Jeder dieser Artikel trägt im Datenbestand seinen Tagespreis, und damit lässt sich für jede Zollgröße ein belastbarer Mittelwert bilden.

Zwei Dinge an dieser Zählung verdienen eine Erklärung, weil sie das Ergebnis verschieben würden, wenn man sie übersieht. **Erstens die Warengruppe:** In unserer Warengruppe Alufelgen stehen 3.525 Artikel, aber 49 davon tragen die Marke OFFROAD STAHL – es sind Räder der Baureihe DOTZ 4x4, und der Hersteller ALCAR führt genau diese Baureihe unter seinen Stahlrädern. Sie sind also kein Aluminium, und wir haben sie aus der Alu-Rechnung herausgenommen. Übrig bleiben die 3.476, mit denen wir rechnen. **Zweitens der Durchmesser:** Bei den Stahlfelgen steht im Katalog kein Zollwert, dort trägt das Feld mit dem Felgenmaß die Angabe in der Form 6Jx15. Wir haben den Durchmesser daraus gelesen, bei 612 von 612 Rädern ohne Lücke.

Wir rechnen bewusst mit dem **Median**, nicht mit dem Durchschnitt und nicht mit Extremwerten. Der Median ist der Preis, unter dem die Hälfte aller Artikel einer Zollgröße liegt und über dem die andere Hälfte liegt. Er beschreibt das, was Sie im Regal tatsächlich vorfinden, und er kippt nicht, sobald ein einzelner Artikel aus der Reihe fällt. Das ist kein theoretischer Vorzug: In genau diesem Sortiment gibt es einzelne Ausführungen, die um ein Mehrfaches vom Preis ihrer baugleichen Geschwister abweichen. Ein Durchschnitt würde das mitschleppen, der Median nicht.

Drei Dinge liefert dieser Text bewusst nicht. Welche Zollgrößen es in Stahl und welche es in Aluminium überhaupt gibt und warum sich die beiden Sortimente kaum überschneiden, steht in unserer Auswertung zu den [Größengrenzen des Stahlfelgen-Sortiments](https://www.reifentiefpreis.live/blog/stahlfelgen-groessen-grenzen). Welche Anschlussmaße dabei vorkommen und warum der Lochkreis allein nie reicht, haben wir bei den [Lochkreisen und Nabenbohrungen im Regal](https://www.reifentiefpreis.live/blog/lochkreis-nabenbohrung-felge) durchgezählt. Und warum die Preise innerhalb einer einzigen Zollgröße so weit auseinanderliegen, hängt am Fertigungsverfahren und an der Zahl der Designs – das steht bei [Guss, Flowforming und Schmieden beim Felgenpreis](https://www.reifentiefpreis.live/blog/felgen-herstellung-guss-flowforming-schmieden). Hier geht es ausschließlich um das Preisniveau von Stufe zu Stufe.

## Die Felge: Die Preistreppe wird nach oben immer steiler

Der Median einer Alufelge steigt mit dem Durchmesser – aber eben nicht gleichmäßig. So sieht die Treppe aus, jeweils je Felge, mit der Zahl der Ausführungen hinter dem Preis:

- **15 Zoll** – 126,80 Euro bei 78 Ausführungen
- **16 Zoll** – 149,50 Euro bei 326, also 22,70 Euro mehr
- **17 Zoll** – 157,80 Euro bei 646, plus 8,30 Euro
- **18 Zoll** – 193,20 Euro bei 780, plus 35,40 Euro
- **19 Zoll** – 266,80 Euro bei 736, plus 73,60 Euro
- **20 Zoll** – 338,70 Euro bei 633, plus 71,90 Euro
- **21 Zoll** – 437,90 Euro bei 193, plus 99,20 Euro
- **22 Zoll** – 485,80 Euro bei 63, plus 47,90 Euro
- **23 Zoll** – 608,10 Euro bei 10, plus 122,30 Euro

Zwischen 15 und 17 Zoll kostet ein Zoll an der Felge also acht bis 23 Euro. Zwischen 18 und 21 Zoll kostet derselbe Zoll 70 bis 100 Euro. Die Stufe wächst nicht ein bisschen, sie vervielfacht sich – und die beiden Ausreißer in dieser Liste, der kleine Schritt auf 17 Zoll und der kleine auf 22 Zoll, sind kein Messfehler. Beide haben einen Grund, und wir kommen weiter unten darauf zurück.

**Die Gegenprobe an einer einzigen Baureihe bestätigt das Muster.** Ein Einwand liegt nahe: Vielleicht misst die Treppe gar nicht den Durchmesser, sondern nur, dass in großen Zollgrößen andere, teurere Modelle stehen. Wir haben deshalb ein in sich geschlossenes Teilsortiment herausgezogen – 1.075 Ausführungen einer Marke, alle mit fünf Löchern auf 112 Millimeter Lochkreis, also alle für dieselbe Fahrzeugfamilie. Dort lauten die Mediane 125,20 Euro bei 15 Zoll, 135,80 bei 16, 148,75 bei 17, 176,10 bei 18, 227,70 bei 19 und 268,50 bei 20 Zoll. Die Stufen: 10,60 – 12,95 – 27,35 – 51,60 – 40,80 Euro. Dasselbe Bild, dieselbe Beschleunigung, bei identischem Anschlussmaß und identischer Marke. Der Durchmesser ist der Treiber, nicht der Modellmix.

Warum das so ist, hat mit Material und Fertigung zu tun: Mehr Durchmesser heißt mehr Aluminium, mehr Werkzeugaufwand und häufig ein anderes Herstellverfahren. Dazu kommt ein zweiter Grund, der nichts mit Technik zu tun hat, sondern mit dem Regal selbst – nicht jede Marke bedient jede Zollgröße. Wer wissen will, [welche Marke welche Zollgrößen überhaupt anbietet](https://www.reifentiefpreis.live/blog/felgenmarken-dezent-aez-dotz), findet das getrennt aufgeschrieben; für diese Rechnung genügt der Hinweis, dass die Auswahl an beiden Enden der Skala von wenigen Anbietern getragen wird.

Eine Einschränkung gehört dazu, und sie ist wichtig: Der Median beschreibt das Sortiment, nicht den Einzelfall. Die günstigste 18-Zoll-Felge in unserem Regal, eine [DEZENT TN silver in 7x18](https://www.reifentiefpreis.live/artikel/7x18-et47-5-dezent-tn-silver-173797), kostet 81,60 Euro – und damit weniger als jede einzelne 15-Zoll-Felge, die bei 114,60 Euro beginnt. Wer nur ein bestimmtes Rad sucht, kann diese Treppe also punktuell unterlaufen. Wer einen ganzen Satz plant, wird sie im Schnitt trotzdem bezahlen.

## Der Winterreifen steigt mit, aber flacher

Auf der anderen Seite des Rades passiert dasselbe, nur gemäßigter. Die Mediane der 8.889 Pkw-Winterreifen je Zollgröße:

- **15 Zoll** – 61,54 Euro bei 1.106 lieferbaren Ausführungen
- **16 Zoll** – 84,57 Euro bei 1.389
- **17 Zoll** – 107,85 Euro bei 1.678
- **18 Zoll** – 127,04 Euro bei 1.426
- **19 Zoll** – 168,23 Euro bei 1.179
- **20 Zoll** – 226,44 Euro bei 848
- **21 Zoll** – 282,68 Euro bei 341
- **22 Zoll** – 314,12 Euro bei 100
- **23 Zoll** – 376,65 Euro bei 9

Von 15 auf 18 Zoll kostet ein Zoll beim Reifen rund 19 bis 23 Euro, zwischen 18 und 21 Zoll rund 41 bis 58 Euro. Darüber verliert die Reihe ihren Takt: von 21 auf 22 Zoll sind es nur 31 Euro, von 22 auf 23 Zoll wieder 63 Euro. Die Kurve knickt also ebenfalls nach oben, aber später und weniger heftig als bei der Felge – und am oberen Rand wird sie unregelmäßig, worauf wir weiter unten zurückkommen.

Die zweite Spalte verdient dabei genauso viel Aufmerksamkeit wie die erste, denn sie beschreibt die Auswahl. Das Winterreifen-Sortiment ist bei 17 Zoll am breitesten und wird zu beiden Rändern hin dünner: Bei 23 Zoll bleiben neun Ausführungen übrig, bei 15 Zoll immerhin 1.106. Das bedeutet zweierlei. Erstens zahlen Sie am oberen Ende nicht nur mehr, Sie haben auch deutlich weniger Modelle zur Wahl, unter denen ein passendes Preis-Leistungs-Verhältnis sein muss. Zweitens ist die vermeintliche Sparlösung keine Restrampe: Knapp die Hälfte aller Pkw-Winterreifen in unserem Sortiment misst 15, 16 oder 17 Zoll. Wie sich dieses Regal über die Saison verändert und was das für den Kaufzeitpunkt bedeutet, haben wir dort beschrieben, wo wir [das Winterreifenregal im Oktober durchgezählt](https://www.reifentiefpreis.live/blog/winterreifen-frueh-kaufen) haben.

Ein Hinweis zur Abgrenzung: Diese Liste enthält Pkw-Winterreifen. Am oberen Ende der Skala sitzen die großen Räder aber meist an SUV und Geländewagen, und dort ist das Regal ein anderes und teurer. Bei den [Winterreifen für SUV und Offroader](https://www.reifentiefpreis.live/reifen/offroad/winterreifen) liegt der Median in 22 Zoll bei 339,06 Euro statt 314,12 und in 23 Zoll bei 443,94 Euro statt 376,65. Wer ein großes Rad für ein schweres Fahrzeug rechnet, sollte die Satzpreise weiter unten also eher als Untergrenze lesen.

**Auch hier hilft die Gegenprobe am selben Modell.** Nehmen wir die Größenstaffel eines typischen Kompaktwagens, bei der der Abrollumfang gleich bleibt und nur Felge und Flanke tauschen. Der [Continental WinterContact TS 870 in 195/65 R15](https://www.reifentiefpreis.live/artikel/continental-wintercontact-ts-870-195-65-r15-91t-119648) kostet 71,48 Euro, derselbe Reifen [in 225/45 R17](https://www.reifentiefpreis.live/artikel/continental-wintercontact-ts-870-225-45-r17-91h-119656) 131,05 Euro. Beim [Hankook Winter i*cept RS3 in 195/65 R15](https://www.reifentiefpreis.live/artikel/hankook-w462-winter-i-cept-rs3-195-65-r15-91t-128576) sind es 56,57 Euro gegen 96,34 Euro [in derselben 17-Zoll-Dimension](https://www.reifentiefpreis.live/artikel/hankook-w462-winter-i-cept-rs3-225-45-r17-91h-128584); jeweils die günstigste Ausführung der Größe. Zwei Zoll kosten damit 40 bis 60 Euro je Reifen, je nach Baureihe.

Ein Teil davon geht allerdings nicht auf das Konto des Durchmessers: Auf dieser Staffel wächst der Reifen zugleich von 195 auf 225 Millimeter Breite. Was allein die [Breite eines Reifens kostet](https://www.reifentiefpreis.live/blog/reifenbreite-breit-oder-schmal) und was der [flachere Querschnitt beim Preis ausmacht](https://www.reifentiefpreis.live/blog/reifen-querschnitt-preis), haben wir jeweils eigens untersucht. Dass derselbe Reifen in der Winterausführung ohnehin einen [Aufschlag gegenüber dem Sommerreifen](https://www.reifentiefpreis.live/blog/winterreifen-preisaufschlag) trägt, kommt oben auf alles drauf. Für die Kaufentscheidung zählt am Ende die Summe, denn die Staffel kommt genau so vom Fahrzeughersteller.

## Das komplette Winterrad: von 753 bis 3.939 Euro je Satz

Jetzt legen wir beides zusammen. Felge plus Winterreifen ergibt das Rad, mal vier ergibt den Satz – jeweils zum Median der Zollgröße:

- **15 Zoll** – 188,34 Euro je Rad, **753,34 Euro je Satz**
- **16 Zoll** – 234,07 Euro je Rad, **936,28 Euro je Satz**
- **17 Zoll** – 265,65 Euro je Rad, **1.062,58 Euro je Satz**
- **18 Zoll** – 320,24 Euro je Rad, **1.280,94 Euro je Satz**
- **19 Zoll** – 435,03 Euro je Rad, **1.740,12 Euro je Satz**
- **20 Zoll** – 565,14 Euro je Rad, **2.260,56 Euro je Satz**
- **21 Zoll** – 720,58 Euro je Rad, **2.882,32 Euro je Satz**
- **22 Zoll** – 799,92 Euro je Rad, **3.199,66 Euro je Satz**
- **23 Zoll** – 984,75 Euro je Rad, **3.939,00 Euro je Satz**

Der teuerste Satz kostet mehr als das Fünffache des günstigsten. Interessanter als die Spanne ist aber, wie ungleich sich der Weg dorthin verteilt. Auf den Satz gerechnet kostet der Schritt von 15 auf 16 Zoll 182,94 Euro, von 16 auf 17 Zoll 126,30 Euro, von 17 auf 18 Zoll 218,36 Euro, von 18 auf 19 Zoll 459,18 Euro, von 19 auf 20 Zoll 520,44 Euro, von 20 auf 21 Zoll 621,76 Euro, von 21 auf 22 Zoll 317,34 Euro und von 22 auf 23 Zoll 739,34 Euro.

Eine Zahl macht das Ausmaß besonders greifbar: Die beiden Zoll von 19 auf 21 kosten zusammen 1.142,20 Euro – also mehr, als ein kompletter Winterradsatz in 15 Zoll überhaupt kostet. Am oberen Ende der Skala kauft man mit jedem Zoll rechnerisch einen halben bis ganzen Radsatz mit.

Der Bruch liegt sauber zwischen 17 und 18 Zoll. Bis dahin kostet ein Zoll 126 bis 183 Euro je Satz, danach verdoppelt und verdreifacht sich der Betrag. Für die Praxis heißt das: Unterhalb von 18 Zoll ist die Zollgröße eine Komfortfrage mit überschaubarem Preisschild. Oberhalb davon wird sie zur Budgetfrage. Passende Reifen für beide Welten finden Sie in unserer Abteilung für [Winterreifen für Pkw](https://www.reifentiefpreis.live/reifen/pkw/winterreifen), die passenden Räder unter [Alufelgen](https://www.reifentiefpreis.live/reifen/felgen/alufelgen) und [Stahlfelgen](https://www.reifentiefpreis.live/reifen/felgen/stahlfelgen).

## Die zwei Stellen, an denen die Treppe nicht funktioniert

So saubere Treppen gibt es in echten Sortimenten selten, und diese hat zwei Knicke. Wir legen sie offen, statt sie glattzubügeln – weil beide dasselbe erklären: Die Treppe ist eine Eigenschaft unseres Regals, kein Naturgesetz des Marktes. Wo in einer Zollklasse nur noch eine Handvoll Räder von einem einzigen Anbieter steht, beschreibt der Median kein Angebot mehr, sondern einen Rest.

**Der erste Knick liegt unten, und dort läuft die Treppe rückwärts.** In 14 Zoll kostet die Alufelge im Median 139,10 Euro – also mehr als in 15 Zoll mit 126,80 Euro. Rechnet man das komplette Rad, kostet ein 14-Zoll-Satz 773,32 Euro und ein 15-Zoll-Satz 753,34 Euro; der kleinere Satz ist rechnerisch rund 20 Euro teurer. Das ist kein Fehler, aber auch keine Preisaussage: In 14 Zoll stehen genau elf Alufelgen, und sie kommen alle von einer einzigen Marke. Elf Artikel sind kein Markt. Dieselbe Umkehr zeigt sich auch in unserem geschlossenen Teilsortiment, dort mit zwei Rädern in 14 Zoll gegen 13 in 15 Zoll – was die Beobachtung bestätigt, sie aber nicht belastbarer macht. Deshalb beginnt unsere Treppe bei 15 Zoll. Wer tatsächlich 14 Zoll fährt, fährt den Winter ohnehin günstiger auf Stahl, und der Reifen allein kostet dort im Median nur 54,23 Euro.

**Der zweite Knick liegt oben, und dort legt die Treppe eine Pause ein.** Der Schritt von 21 auf 22 Zoll kostet mit 317,34 Euro je Satz nur rund die Hälfte des Schritts davor (621,76 Euro) und weniger als die Hälfte des Schritts danach (739,34 Euro). Beide Hälften des Rades flachen dort gleichzeitig ab: die Felge von 437,90 auf 485,80 Euro, der Reifen von 282,68 auf 314,12 Euro. Diesen Knick haben wir gegengeprüft, und er hält stand. In dem einen geschlossenen Teilsortiment, das über 20 Zoll hinausreicht – 501 Ausführungen einer Marke, wieder alle mit fünf Löchern auf 112 Millimeter –, lauten die Stufen 55,10 Euro von 17 auf 18 Zoll, 38,70 auf 19, 52,60 auf 20, 83,60 auf 21, dann **33,30 auf 22** und 136,10 Euro auf 23 Zoll. Dieselbe Marke, dasselbe Anschlussmaß, derselbe Einbruch an genau derselben Stelle.

Die Erklärung steckt in der Breite des Angebots. In 22 Zoll stehen 63 Alufelgen von zwei Marken, und der Median liegt exakt auf einer einzigen, breit gestaffelten Baureihe – der [AEZ Seattle dark in 9x22](https://www.reifentiefpreis.live/artikel/9x22-et24-aez-seattle-dark-172147) für 485,80 Euro, die es in einer ganzen Reihe von Einpresstiefen zum selben Preis gibt. In 23 Zoll sind es dann nur noch zehn Räder, und sie gehören alle zu einem einzigen Design, der [AEZ Tokio black in 9.5x23](https://www.reifentiefpreis.live/artikel/9-5x23-et52-aez-tokio-black-172251) und ihrer breiteren Schwester. Zehn Räder, zwei Preispunkte: 594,30 und 621,90 Euro. Beim Reifen sieht es nicht besser aus – neun Pkw-Winterreifen in 23 Zoll, 100 in 22 Zoll, gegen 1.678 in 17 Zoll. Ein Beispielreifen genau auf dem Median der 22-Zoll-Klasse ist der [Bridgestone Blizzak 6 in 285/30 R22](https://www.reifentiefpreis.live/artikel/bridgestone-blizzak-6-285-30-r22-101w-151171) mit 314,36 Euro.

Für Sie als Käufer heißt das zweierlei, und beides ist praktisch verwertbar. Erstens: **Die Zahlen für 22 und 23 Zoll sind Orientierungswerte, keine Marktpreise** – wer dort einkauft, vergleicht faktisch innerhalb eines sehr schmalen Angebots und sollte zusätzlich beim Fahrzeughersteller und im Komplettradangebot gegenprüfen. Zweitens: Der niedrige Schritt von 21 auf 22 Zoll ist kein Schnäppchen. Er bedeutet nur, dass oberhalb von 21 Zoll die Auswahl endet, bevor der Preis es tut. Ein Satz in 22 Zoll kostet immer noch mehr als vier komplette Sätze in 15 Zoll.

## Downsizing gerechnet: 678 Euro für zwei Zoll

Damit lässt sich endlich beziffern, was der eingangs erwähnte Rat wert ist. Wer statt eines 19-Zoll-Winterradsatzes einen mit 17 Zoll kauft, zahlt im Median **1.062,58 statt 1.740,12 Euro** – eine Ersparnis von **677,54 Euro** für zwei Zoll. Von 18 auf 16 Zoll sind es 344,66 Euro, von 20 auf 18 Zoll 979,62 Euro, von 21 auf 17 Zoll 1.819,74 Euro, von 22 auf 18 Zoll 1.918,72 Euro und von 23 auf 19 Zoll 2.198,88 Euro.

Diese Beträge fallen einmalig beim Kauf an, sie wiederholen sich über die Lebensdauer des Satzes nicht. Das ist der Grund, warum Downsizing beim Winterrad so oft empfohlen wird: Der Effekt ist groß, sofort wirksam und kostet technisch nichts – vorausgesetzt, die kleinere Dimension steht in den Fahrzeugpapieren oder in der Freigabeliste des Herstellers. Warum eine kleinere Felge im Winter obendrein sinnvoll ist, weil die höhere Flanke Schlaglöcher besser wegsteckt und der Abrollumfang gleich bleibt, erklärt unser Ratgeber dazu, [wann Winterräder eine Nummer kleiner wirklich sinnvoll sind](https://www.reifentiefpreis.live/blog/winterraeder-eine-nummer-kleiner).

Auffällig ist dabei, wo die Ersparnis am größten ist: nicht unten, sondern oben. Zwei Zoll kosten im unteren Drittel der Skala rund 345 Euro, in der Mitte zwischen 678 und 980 Euro und am oberen Ende 1.820 bis 2.200 Euro. Der Rat, eine Nummer kleiner zu kaufen, ist also beim Kleinwagen ein Spartipp im dreistelligen Bereich und beim großen SUV eine vierstellige Entscheidung. Genau dort wird er aber auch am häufigsten übergangen, weil das Sommerrad die Optik vorgibt.

Drei Bedingungen sind nicht verhandelbar. Die Größe muss für Ihr Fahrzeug freigegeben sein – Räder und Reifen müssen nach [§ 36 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung](https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/__36.html) zum Fahrzeug passen, und was weder in den Papieren noch in einer Freigabe steht, ist eine Änderung am Fahrzeug. Wie viele Größen dabei überhaupt zur Wahl stehen, unterscheidet sich von Modell zu Modell erheblich; wir haben nachgezählt, [wie viele Felgen für ein Fahrzeug freigegeben sind](https://www.reifentiefpreis.live/blog/felgen-freigabe-fahrzeug). Die Tragfähigkeit darf nicht sinken. Und der Geschwindigkeitsindex darf nur unter der bekannten Winterausnahme unterschritten werden, die an ein Hinweisschild im Sichtfeld gebunden ist – die Einzelheiten stehen in unserem Beitrag zur [Ausnahme beim Geschwindigkeitsindex von Winterreifen](https://www.reifentiefpreis.live/blog/winterreifen-geschwindigkeitsindex-ausnahme). Geht es um Felgen, die nicht in den Papieren stehen, führt der Weg über [ABE, Teilegutachten und Einzelabnahme](https://www.reifentiefpreis.live/blog/felgen-eintragen-abe-teilegutachten).

Eine Grenze nach unten gibt es ebenfalls: Der Bremssattel braucht Platz. Viele moderne Fahrzeuge lassen sich deshalb nicht beliebig weit herunterrüsten, selbst wenn es die passende Reifengröße gäbe.

## Die Felge ist nie die günstigere Hälfte

Beim Blick auf die Zahlen fällt ein Verhältnis auf, das über alle Zollgrößen erstaunlich stabil bleibt: **Die Felge macht zwischen 59 und 68 Prozent des kompletten Radpreises aus.** Bei 15 Zoll sind es 67,3 Prozent, bei 17 Zoll mit 59,4 Prozent am wenigsten, bei 21 Zoll 60,8 und bei 23 Zoll 61,8 Prozent. In keiner einzigen der neun Zollgrößen ist der Reifen der teurere Teil, und oberhalb von 17 Zoll bewegt sich der Anteil praktisch nicht mehr – er liegt dort in einem Band von nur zwei Prozentpunkten.

Das ist die eigentliche Konsequenz der ganzen Rechnung. Wer beim Winterradsatz sparen will, setzt den Hebel zuerst an der Felge an, nicht am Reifen – und das sieht man dem Angebot selten an, weil Reifen einzeln beworben werden, mit Tests und Labelwerten verglichen werden und dadurch die Aufmerksamkeit binden, während die Felge als Zubehör daneben steht. Rechnerisch ist es genau umgekehrt: Rund zwei Drittel des Geldes stecken in dem Teil, über das niemand diskutiert.

**Der zweite Hebel ist die Bauart.** In den Zollgrößen, in denen es beides gibt, liegt der Median der Alufelge **54,40 Euro (15 Zoll), 63,20 Euro (16 Zoll) beziehungsweise 58,30 Euro (17 Zoll)** über dem der Stahlfelge. Das sind je Satz 218 bis 253 Euro, und bemerkenswert daran ist die Konstanz: Der Aufpreis für Aluminium hängt in diesem Bereich praktisch nicht von der Größe ab. Er ist eine feste Gebühr fürs Aussehen und fürs geringere Gewicht, keine Größenfrage. Welche Vor- und Nachteile beide Bauarten sonst noch trennen, haben wir im [direkten Vergleich von Stahl und Aluminium](https://www.reifentiefpreis.live/blog/stahlfelgen-oder-alufelgen-vor-und-nachteile-im-grossen-vergleich) gegenübergestellt.

**Dieser Hebel hat allerdings eine harte Obergrenze**, und sie liegt tiefer, als viele erwarten. In 17 Zoll stehen noch 50 Stahlräder im Regal, in 18 und 19 Zoll jeweils vier, in 20 Zoll ein einziges und darüber keines mehr. Oberhalb von 17 Zoll ist die Stahlfelge als Sparweg also faktisch keine Option – nicht weil sie teurer wäre, sondern weil es sie kaum gibt. Ausgerechnet dort, wo die Preistreppe am steilsten ist und der Aufpreis für Aluminium am meisten wehtun würde, fällt die Alternative weg. Warum das so ist und woran die Stahlfelge nach oben scheitert, steht in der eingangs verlinkten Auswertung zum Stahlsortiment.

Ein konkretes Beispiel für die häufigste Winterkombination überhaupt: eine [16-Zoll-Alufelge mit 112er Lochkreis](https://www.reifentiefpreis.live/artikel/6-5x16-et46-dezent-tr-silber-112972) für 121,70 Euro, dazu vier Winterreifen in einer der meistgekauften Dimensionen – etwa aus der Auswahl in [195/65 R15](https://www.reifentiefpreis.live/reifen/groesse/195-65-r15), wenn das Fahrzeug die kleinere Stufe erlaubt.

## Was die Rechnung sonst noch verschiebt

Der Kaufpreis ist nicht die ganze Wahrheit. Zum zweiten Radsatz gehören Ventile oder Sensoren: Wer Kompletträder fährt, braucht in jedem Rad einen eigenen Sensor für die Reifendruckkontrolle, und ob der übernommen, angelernt oder neu gekauft wird, macht einen dreistelligen Unterschied – nachzulesen bei den [RDKS-Sensoren beim Kompletträderwechsel](https://www.reifentiefpreis.live/blog/rdks-kompletraeder-sensoren-anlernen). Wer im Winter von Aluminium auf Stahl wechselt oder umgekehrt, sollte außerdem die Verschraubung prüfen: Beide Bauarten brauchen nicht zwangsläufig dieselbe Bundform und dieselbe Länge, und eine zu kurze oder falsch geformte Schraube ist ein echtes Sicherheitsrisiko. Was dabei zu beachten ist, steht bei den [Radschrauben und Radmuttern](https://www.reifentiefpreis.live/blog/radschrauben-radmuttern).

Dagegen steht die Ersparnis beim Wechsel selbst. Ein fertiger Radsatz wird zweimal im Jahr nur ab- und angeschraubt statt aufgezogen, abgezogen und gewuchtet, und genau dieser Posten macht den zweiten Satz über die Jahre bezahlbar. Was der Räderwechsel in der Werkstatt heute kostet und ab wann sich der [zweite Radsatz rechnet](https://www.reifentiefpreis.live/blog/komplettraeder-vorteile-saisonwechsel-und-worauf-sie-beim-kauf-achten), haben wir mit den aktuellen Werkstattpreisen durchgerechnet. Fertige Kombinationen aus Felge und Reifen finden Sie in unserer Abteilung für [Kompletträder](https://www.reifentiefpreis.live/komplettraeder).

Und ein Wort zur Haltbarkeit dieser Zahlen: Es sind Tagespreise eines einzigen Katalogtages. Die Mediane verschieben sich über eine Saison um einige Euro, die Struktur der Treppe dagegen kaum – sie hängt an Material, Werkzeugkosten und Sortimentsbreite, und das ändert sich nicht über Wochen. Nehmen Sie die Stufenhöhen also als Größenordnung, nicht als Angebot, und vergleichen Sie vor dem Kauf den Tagespreis Ihrer konkreten Größe.

Bleibt die ehrliche Einordnung. Große Räder sind kein Fehler – sie sehen besser aus, und bei sportlich ausgelegten Fahrzeugen gehören sie zum Konzept. Die Zahlen zeigen nur, wo der Spaß anfängt, richtig Geld zu kosten: nicht bei 16 oder 17 Zoll, sondern ab 18. Wer die kalte Jahreszeit auf einem zweiten Satz fährt, hat dort einmal im Jahr eine Wahl, die im Sommer längst festgelegt ist – und kann mit einem einzigen Zoll weniger mehr sparen als mit der Wahl der Reifenmarke.

## Häufige Fragen

### Ist ein kleineres Winterrad im Fahrbetrieb schlechter?

Nein. Solange die Größe für das Fahrzeug freigegeben ist, bleibt der Abrollumfang gleich, und Tacho sowie Fahrassistenzsysteme rechnen unverändert richtig. Die höhere Flanke macht das Rad im Winter sogar unempfindlicher gegen Schlaglöcher und Bordsteinkanten.

### Warum sind 15-Zoll-Alufelgen kaum günstiger als 16-Zoll-Felgen?

Weil unterhalb von 16 Zoll das Aluminium-Sortiment sehr klein wird: Auf 326 Ausführungen in 16 Zoll kommen nur 78 in 15 Zoll, und diese Reste sind keine Massenware mehr. Der Preisvorteil sehr kleiner Räder liegt deshalb weniger in der Alufelge als im Reifen und in der Stahlfelge.

### Lohnt sich ein zweiter Satz auch bei großen Rädern?

Gerade dann. Je größer das Rad, desto teurer wird jede Montage, und desto stärker wirkt die Ersparnis durch das bloße Umschrauben. Der Kaufpreis für den zweiten Satz ist bei 20 Zoll und mehr allerdings so hoch, dass sich die Rechnung erst über mehrere Winter trägt.


Quelle: https://www.reifentiefpreis.live/blog/winterrad-zoll-preis
