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Kaufberatung – Ratgeber im Magazin

Reifen in 225/45 R18: Welche passen und welche sich lohnen

· 16 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 27.09.2026
Sportliches Vorderrad mit flachem Reifen auf dunkler 18-Zoll-Alufelge (KI-generiert, OpenAI)
Sportliches Vorderrad mit flachem Reifen auf dunkler 18-Zoll-Alufelge (KI-generiert, OpenAI)

Die Dimension 225/45 R18 ist eine der meistgefragten Reifengrößen im sportlich-gehobenen Segment – man findet sie an Kompaktklasse-Sportlern, kompakten Limousinen und Kombis der unteren Mittelklasse ebenso wie an vielen Coupés. Anders als die hohen Komfortgrößen ist 225/45 R18 ein flacher Niederquerschnittsreifen: kurze Flanke, großes Rad, direktes Lenkgefühl. Wie gut das Regal in dieser Größe gefüllt ist, zeigt ein Blick in unseren eigenen Katalog: Es stehen dort 451 lieferbare Ausführungen von 74 Marken und 322 verschiedenen Reifenmodellen – damit ist 225/45 R18 die neuntgrößte von 593 PKW-Größen im Sortiment. In diesem Ratgeber erfahren Sie, was die Zahlen bedeuten, worauf Sie bei Tragfähigkeit, Tempo und Runflat achten müssen, was die Kürzel neben der Größe aussagen – und welche Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen in 225/45 R18 sich lohnen, vom Premium-Modell bis zur günstigen Alternative.

Alle Zahlen in diesem Beitrag stammen aus dem offenen Produktkatalog von reifentiefpreis.live mit Stand 25.09.2026 und beziehen sich auf die zu diesem Zeitpunkt lieferbaren Artikel. Preise und Bestände ändern sich täglich; die Größenordnungen bleiben aber über Monate stabil.

Welche Fahrzeuge fahren 225/45 R18?

225/45 R18 ist eine typische Größe für sportlich abgestimmte Fahrzeuge der Kompakt- und unteren Mittelklasse. Die 18-Zoll-Felge sorgt für eine satte Optik, der flache Querschnitt von 45 Prozent für ein präzises, direktes Fahrverhalten. Verbreitet ist die Größe vor allem an:

  • kompakten Limousinen und Kombis der unteren Mittelklasse in der gehobenen oder sportlichen Ausstattung,
  • Kompaktklasse-Sportlern und Coupés, bei denen das größere Rad zur Serien- oder Optionsbereifung gehört,
  • einigen kompakten SUVs und Crossovern, die mit dieser flacheren Bereifung sportlicher ausgelegt sind.

Wie stark diese Größe von der Erstausrüstung geprägt ist, lässt sich am Bestand ablesen: 99 der 451 Ausführungen – also gut jede fünfte – tragen eine Herstellerkennung, mit der ein Autobauer den Reifen für ein bestimmtes Modell freigegeben hat. Am häufigsten sind der Stern (39 Artikel), die Mercedes-Kennungen rund um MO (44 Artikel) sowie die Audi-Kennungen AO und AR (9 Artikel). Das ist kein Zufall: Größen, die viele Autohersteller ab Werk montieren, sind auch im Ersatzgeschäft besonders gut versorgt.

Weil viele dieser Fahrzeuge – gerade aus dem Premium-Bereich – ab Werk ohne Ersatzrad ausgeliefert werden, ist 225/45 R18 auch eine klassische Runflat-Größe (dazu unten mehr). Welche Größe Ihr Fahrzeug fahren darf, steht in der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein, Felder 15.1 und 15.2) beziehungsweise in den CoC-Papieren. Die aktuell montierte Größe lesen Sie direkt von der Reifenflanke ab – wie das geht, zeigt unser Ratgeber zum Ablesen der Reifengröße.

Was 225/45 R18 genau bedeutet

Die Größenangabe setzt sich aus mehreren Werten zusammen:

  • 225 – die Reifenbreite in Millimetern.
  • 45 – das Verhältnis von Höhe zu Breite in Prozent: Die Flanke ist also 45 Prozent von 225 mm, rund 101 mm hoch.
  • R – Radialbauweise, heute der Standard.
  • 18 – der Felgendurchmesser in Zoll.

Daraus lässt sich der Gesamtdurchmesser des Rades ausrechnen, und der ist die eigentlich wichtige Zahl, wenn Sie über einen Größenwechsel nachdenken: 18 Zoll entsprechen 457,2 mm Felgendurchmesser, dazu kommen zweimal 101,25 mm Flanke – macht rund 660 mm. Ein Rad in 225/45 R18 ist damit praktisch genauso groß wie eines in 225/50 R17. Genau deshalb tauchen solche Kombinationen in Fahrzeugscheinen oft nebeneinander auf: Sie halten Tacho, ABS und Fahrassistenzsysteme im richtigen Bezugsrahmen. Weicht der Abrollumfang dagegen deutlich ab, zeigt der Tacho falsch und die Größe ist für Ihr Fahrzeug in der Regel nicht freigegeben.

Die kurze Flanke ist das Kennzeichen dieser Größe: Sie überträgt Lenkbefehle direkter und lässt den Aufbau in Kurven weniger wanken – dafür federt sie kleine Stöße spürbar härter ab und reagiert empfindlicher auf Schlaglöcher und Bordsteinkanten als eine hohe Komfortflanke. Wer von 17 auf 18 Zoll wechselt, tauscht also Federungskomfort gegen Lenkpräzision und Optik ein. Hinter der reinen Dimension folgen auf der Flanke noch Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex (zum Beispiel 91Y oder 95Y) – und genau die sind beim Kauf entscheidend. Was sonst noch alles auf der Flanke steht, erklärt unser Überblick zu den Symbolen und Kürzeln auf dem Reifen.

Tragfähigkeit, Tempo und Runflat: die Kennung richtig lesen

Gerade 225/45 R18 gibt es in mehreren Ausführungen. Diese Werte dürfen Sie nicht verwechseln – ein zu schwacher Reifen ist nicht zulässig und im Ernstfall gefährlich. Wie eindeutig die Größe dabei von einer einzigen Variante dominiert wird, zeigt die Auszählung des Bestands.

  • Tragfähigkeitsindex (Lastindex): Im Regal stehen 404 der 451 Ausführungen mit Lastindex 95 (= 690 kg je Reifen), nur 45 mit 91 (= 615 kg) und zwei mit 98. Die verstärkte Variante ist in dieser Größe also nicht die Ausnahme, sondern mit rund 90 Prozent der klare Normalfall. Ihr Fahrzeugschein nennt den Mindestwert – Sie dürfen ihn erreichen oder übertreffen, aber niemals unterschreiten.
  • XL (Extra Load) / Reinforced: eine verstärkte Karkasse für höhere Achslasten. Weil diese Größe oft an gut motorisierten, schwereren Fahrzeugen sitzt, ist die XL-Ausführung mit Lastindex 95 hier praktisch Standard. Wer einen Reifen mit 91 einbaut, sollte deshalb besonders genau in die Papiere schauen.
  • Geschwindigkeitsindex: Über alle Ausführungen hinweg verteilt sich das Feld auf Y (191 Artikel, bis 300 km/h), W (111, bis 270 km/h), V (105, bis 240 km/h) und H (39, bis 210 km/h) sowie vereinzelt T und S. Entscheidend ist aber die Aufteilung nach Jahreszeit – und die fällt drastisch aus, wie die Saison-Kapitel weiter unten zeigen. Auch hier gilt der Eintrag im Schein als Mindestwert.
  • Runflat: Reifen mit Notlaufeigenschaften tragen herstellerabhängige Kürzel. In dieser Größe finden sich im Bestand tatsächlich RFT (62 Artikel), SSR (10), MOE (8), ZP (3), ROF (2) und RSC (1) – die Kürzel stehen dabei oft kombiniert auf einer Flanke. Fährt Ihr Fahrzeug ab Werk Runflat (typisch ohne Ersatzrad, aber mit Reifendruckkontrolle), sollten Sie auch beim Neukauf Runflat wählen und nicht mit Standardreifen mischen.

Runflat ist in dieser Größe überdurchschnittlich häufig. 60 der 451 Ausführungen (13,3 Prozent) haben Notlaufeigenschaften – im gesamten PKW-Sortiment sind es nur 1.010 von 35.564 Artikeln, also 2,84 Prozent. In 225/45 R18 ist Notlauf damit rund viereinhalbmal so verbreitet wie im Durchschnitt. Das erklärt sich aus der Fahrzeugklasse: Wer diese Größe fährt, hat statistisch häufig ein Premium-Fahrzeug ohne Ersatzrad unter sich. Der günstigste Notlaufreifen der Größe ist derzeit der Nokian Hakkapeliitta R3 225/45 R18 95T, ein Winterreifen mit RFT-Kennung. Was Notlaufreifen können, was sie kosten und wann sie sich lohnen, haben wir im ausführlichen Ratgeber zu Notlaufreifen zusammengefasst.

Tipp: Notieren Sie sich vor dem Kauf die komplette Kennung Ihrer aktuellen Reifen, etwa 225/45 R18 95Y. So bestellen Sie zuverlässig die passende Ausführung. Alle lieferbaren Modelle finden Sie gebündelt auf unserer Größenseite 225/45 R18.

MFS, MO und Stern: die Kürzel neben der Größe

Neben Größe und Kennung steht auf der Flanke oft noch eine Buchstabenfolge, die viele Käuferinnen und Käufer verunsichert. Zwei Gruppen sind in 225/45 R18 besonders häufig – und beide sagen etwas Nützliches aus.

Felgenschutz ist hier fast schon Standard. 183 der 451 Ausführungen – gut 40 Prozent – tragen die Kennung MFS oder FR. Beides bezeichnet eine umlaufende Gummirippe an der Flanke, die über den Rand des Felgenhorns hinausragt und die Alufelge beim Einparken vor dem Bordstein schützt. Bei einer flachen 18-Zoll-Größe mit nur rund zehn Zentimetern Flanke ist das kein Marketing-Detail, sondern ein handfester Vorteil: Der Reifen hat schlicht wenig Material, hinter dem sich die Felgenkante verstecken könnte. Wie die Rippe genau aufgebaut ist und wo ihre Grenzen liegen, erklären wir im Beitrag dazu, wie die Felgenschutzrippe wirkt.

Herstellerkennungen sind ein Hinweis, keine Pflicht. Ein Stern, MO, MOE, AO oder AR bedeutet, dass der Reifen gemeinsam mit einem Autohersteller abgestimmt und für dessen Fahrzeuge freigegeben wurde. Rechtlich vorgeschrieben ist er in aller Regel nicht – Sie dürfen also auch die freie Handelsversion desselben Modells kaufen, solange Größe, Tragfähigkeit und Geschwindigkeitsindex stimmen. Umgekehrt gilt: Wer den ab Werk montierten Fahrcharakter exakt erhalten will, also die Abstimmung auf Fahrwerk, Lenkung und teils auf den Geräuschkomfort, fährt mit der Werkskennung am nächsten am Original. Welche Buchstaben zu welchem Autohersteller gehören, steht übersichtlich in unserer Erklärung dazu, was MO, Stern und AO bedeuten.

Sommerreifen in 225/45 R18

Der Sommer ist in dieser Größe mit Abstand das größte Regal: 232 der 451 Ausführungen sind Sommerreifen, dazu kommen vier reine Sportreifen für den ambitionierten Einsatz. Die Preisspanne ist enorm – von rund 47 Euro bis knapp 980 Euro je Reifen, ein Faktor von mehr als zwanzig. Der Median liegt bei etwa 128 Euro, der Einstieg ins Premium-Segment (Continental, Michelin, Goodyear, Bridgestone, Pirelli, Dunlop) beginnt bei knapp 99 Euro. Wer Premium fahren möchte, muss dafür also nicht zwingend das Doppelte des Durchschnitts bezahlen.

Beim Geschwindigkeitsindex zeigt sich der sportliche Charakter der Größe deutlich: 148 der 232 Sommerreifen sind mit Y eingestuft, 67 mit W – V und H sind mit 11 beziehungsweise 6 Artikeln die seltene Ausnahme. Premium-Modelle punkten mit präzisem Handling, kurzen Bremswegen bei Nässe und hoher Fahrstabilität bei Tempo – genau das, wofür diese Größe gemacht ist. Günstigere Reifen sind für ruhige Fahrprofile oft ausreichend, sollten aber wenigstens eine ordentliche Nasshaftung mitbringen; wie Sie die Werte lesen, erklärt unser Ratgeber EU-Reifenlabel im Detail erklärt.

Premium und sportliche Oberklasse:

Preisbewusste Alternativen:

Worauf es bei der Sommerreifen-Auswahl grundsätzlich ankommt, lesen Sie in unserer Kaufberatung für Sommerreifen. Das komplette Angebot finden Sie unter PKW-Sommerreifen; die vier semislick-nahen Modelle der Größe stehen bei den Sportreifen für die Rennstrecke.

Winterreifen in 225/45 R18

Auch für den Winter ist die Größe gut versorgt: 121 lieferbare Ausführungen stehen zur Wahl. Entscheidend ist das Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke, 3PMSF), denn nur damit gilt ein Reifen in Deutschland als wintertauglich – die bloße M+S-Kennung reicht bei neueren Reifen nicht mehr aus. Beim Tragfähigkeitsindex gilt dasselbe wie im Sommer, nur noch ausgeprägter: 115 der 121 Winterreifen tragen den Lastindex 95, nur fünf den schwächeren 91.

Ein Detail, das bei dieser Größe regelmäßig für Rückfragen sorgt, lässt sich mit dem Bestand eindeutig belegen: Winterreifen tragen hier fast immer einen niedrigeren Geschwindigkeitsindex als der sportliche Sommerreifen. 79 der 121 Winterreifen sind mit V eingestuft, 32 mit H – ein einziger erreicht das im Sommer dominierende Y. Das ist zulässig und in der Praxis völlig normal; wenn im Fahrzeugschein ein höherer Index eingetragen ist, muss allerdings ein Hinweisaufkleber mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit im Sichtfeld der Fahrerin oder des Fahrers angebracht sein. Preislich liegt der Winter leicht unter dem Sommer: Der Median beträgt rund 116 Euro, die Spanne reicht von etwa 57 bis 370 Euro.

Weitere Modelle zeigt die Kategorie PKW-Winterreifen.

Ganzjahresreifen in 225/45 R18

Wer wenig fährt, in milden Regionen unterwegs ist oder sich den saisonalen Wechsel sparen möchte, fährt mit Ganzjahresreifen oft praktisch. Das Angebot ist mit 94 Ausführungen kleiner als bei den Saisonreifen, aber breit genug für eine echte Auswahl – und auffällig einheitlich: alle 94 Artikel tragen den Lastindex 95, eine schwächere Variante gibt es hier schlicht nicht. Beim Tempo liegen Y (41 Artikel) und W (37) fast gleichauf, V folgt mit 15 – Allwetterreifen sind in dieser Größe also deutlich höher eingestuft als reine Winterreifen.

Bei einer sportlichen 18-Zoll-Größe sollten Sie allerdings wissen, dass ein Allwetterreifen immer ein Kompromiss zwischen Sommer- und Winterprofil ist – wer sehr sportlich oder viel bei hohem Tempo fährt, ist mit zwei Saisonsätzen meist besser bedient. Dafür ist das Segment das preislich berechenbarste der drei: Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Ganzjahresreifen der Größe liegt nur der Faktor 3,6 (etwa 51 bis 180 Euro), während sich die Sommerreifen über den Faktor 20 spreizen. Der Median liegt bei rund 108 Euro und damit unter dem von Sommer- und Winterreifen. Für den Alltag gibt es in 225/45 R18 gute Allrounder:

Ob sich Ganzjahresreifen für Sie überhaupt rechnen, haben wir ausführlich durchgerechnet: Ganzjahresreifen oder zwei Sätze – was sich wirklich lohnt. Das gesamte Sortiment finden Sie unter PKW-Ganzjahresreifen.

Was das EU-Reifenlabel in dieser Größe verrät

Weil 225/45 R18 eine stark von der Erstausrüstung geprägte Größe ist, ist die Labeldatenlage hier ungewöhnlich gut: Für alle 451 Ausführungen liegen Werte zu Nasshaftung, Kraftstoffeffizienz und Rollgeräusch vor, und 392 davon führen eine echte EPREL-Registriernummer, also den Verweis auf den amtlichen EU-Produktdatensatz. Das ist ein Niveau, das viele Nischengrößen nicht erreichen.

Die wichtigste Erkenntnis aus der Auszählung: Nasshaftungsklassen lassen sich nicht über die Jahreszeiten hinweg vergleichen. Bei den Sommerreifen der Größe stehen 121 von 232 auf Klasse A, also gut jeder zweite, weitere 88 auf B. Bei den Winterreifen erreichen dagegen nur 6 von 121 ein A, dafür stehen 38 auf C und 15 auf D oder schlechter. Das ist kein Qualitätsurteil, sondern eine Folge des Messverfahrens: Die Nasshaftung wird bei allen Reifen nach demselben Maßstab auf nassem Asphalt geprüft, und die weiche, lamellierte Wintermischung kann dort bauartbedingt nicht mit einem Sommerreifen mithalten – dafür kann sie das, was der Sommerreifen bei Schnee nicht kann. Ein Winterreifen mit Nasshaftung C oder D ist also kein schlechter Reifen; vergleichen Sie ihn nur mit anderen Winterreifen. Bei der Kraftstoffeffizienz liegt der Schwerpunkt der Größe auf C (226 Artikel), gefolgt von D (72), B (67), E (54) und A (32).

Ein Vorbehalt gehört dazu: Fünf der 451 Einträge tragen die Kombination E/E/79 dB, und 35 weitere verweisen auf eine offensichtliche Platzhalter-Registriernummer. Solche Werte stammen aus der Datenlieferung und sind keine gemessenen Labelwerte. Wenn Ihnen genau diese Kombination begegnet, prüfen Sie sie vor dem Kauf lieber direkt beim Hersteller oder in der EU-Produktdatenbank nach – bei allen übrigen Artikeln der Größe passen Werte und Registriernummer zusammen.

Was die Größe kostet und was der Zoll-Schritt ausmacht

Über alle Jahreszeiten hinweg liegt der Median bei 120,42 Euro je Reifen, die Spanne reicht von 47,30 bis 979,76 Euro. Interessanter als der absolute Preis ist aber der Vergleich mit der Nachbargröße, weil er zeigt, was der Schritt von 17 auf 18 Zoll tatsächlich kostet.

Der naive Vergleich über die Regalmediane überzeichnet diesen Effekt deutlich: 225/45 R17 liegt im Median bei 80,29 Euro, 225/45 R18 bei 120,42 Euro – das wären scheinbar rund 40 Euro Unterschied je Reifen. Diese Rechnung vergleicht aber zwei unterschiedlich zusammengesetzte Regale miteinander: In der 18-Zoll-Größe stehen anteilig mehr Premium- und Runflat-Reifen, in der 17-Zoll-Größe mehr günstige Ware. Sauberer ist der modellgleiche Vergleich: Für 230 Reifenmodelle gibt es beide Größen im Sortiment; stellt man jeweils die günstigste Ausführung gegenüber, kostet die 18-Zoll-Variante im Median 23,15 Euro mehr (Mittelwert 29,62 Euro). Über vier Räder sind das rund 93 Euro Aufpreis je Satz – spürbar, aber deutlich weniger als der Regalvergleich nahelegt.

Ähnlich vorsichtig sollte man den Runflat-Aufpreis lesen. Im Regal liegt der Median der Notlaufreifen bei 156,15 Euro gegenüber 115,21 Euro bei den übrigen Ausführungen. Auch hier steckt ein Teil des Abstands in der Markenstruktur: Im Runflat-Regal fehlt das Einstiegssegment nahezu vollständig, der günstigste Notlaufreifen beginnt erst bei 73,50 Euro. Rechnen Sie also nicht mit einem festen Prozentsatz, sondern vergleichen Sie Ihr konkretes Wunschmodell in beiden Ausführungen.

Warum es für 225/45 R18 keinen ADAC-Test gibt

Wer für diese Größe nach einem aktuellen Reifentest sucht, wird nicht fündig – und das hat einen einfachen Grund: Die großen Testinstitute prüfen jedes Jahr nur wenige, besonders verbreitete Dimensionen. In der aktuellen Übersicht der ADAC Reifentests stehen für die jüngsten Jahrgänge 225/50 R17, 225/40 R18, 215/55 R17, 205/55 R16, 185/65 R15 und – bei den Ganzjahresreifen – 225/45 R17. 225/45 R18 ist nicht darunter. Einen Test speziell für 225/45 R18 gibt es also nicht; seriös übertragen lassen sich nur die Ergebnisse der Nachbargrößen.

Und genau das ist durchaus zulässig, wenn man es sauber macht. Reifenmodelle werden als Baureihe entwickelt; ein Profil, das in 225/40 R18 vorne liegt, ist in 225/45 R18 selten plötzlich schwach. Die Tendenz einer Baureihe – gutes Nassverhalten, hoher Rollwiderstand, laute Abrollgeräusche – bleibt über benachbarte Dimensionen meist erhalten. Was sich dagegen nicht übertragen lässt, sind konkrete Messwerte: Bremswege, Verbrauch und Geräusch hängen an der einzelnen Größe und an der genauen Ausführung. Nutzen Sie Tests also zur Vorauswahl der Baureihe, nicht als Zahlenversprechen. Für die beiden am nächsten liegenden Dimensionen haben wir die Testlage ausgewertet: 225/40 R18 und 225/45 R17.

Sommer, Winter oder Ganzjahr – was passt zu Ihnen?

Kurz gesagt: Gerade bei einer sportlichen Größe wie 225/45 R18 bieten zwei Saisonsätze (Sommer + Winter) die beste Kombination aus Sicherheit, Fahrpräzision und Laufleistung, weil jeder Reifen für seine Jahreszeit optimiert ist. Das Regal bestätigt das: Die Sommerreifen dieser Größe sind fast durchweg auf hohes Tempo und Nassgriff ausgelegt, die Winterreifen konsequent auf Kälte und Schnee – ein einzelner Reifen kann beide Auslegungen nicht gleichzeitig haben. Ganzjahresreifen sind der bequeme Kompromiss für Wenigfahrer und milde Regionen, und in dieser Größe mit 94 Ausführungen und durchgängigem Lastindex 95 eine solide Option. Die technischen Hintergründe – unterschiedliche Gummimischungen und Profile – erklären wir im Beitrag Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen im Vergleich.

Egal für welche Variante Sie sich entscheiden: Treffen Sie zuerst die richtige Kennung (Lastindex, Geschwindigkeitsindex, gegebenenfalls Runflat und Werkskennung) – danach haben Sie in dieser gut sortierten Größe die freie Wahl zwischen Premium und günstiger Alternative. Ein Reifen, der die Papiere nicht erfüllt, ist auch als Schnäppchen wertlos; umgekehrt gibt es bei 74 Marken im Regal für fast jedes Budget eine zulässige Lösung.

Häufige Fragen

Ist 225/45 R18 immer ein XL-Reifen?

Nein, aber fast. Von den 451 lieferbaren Ausführungen tragen 404 den Lastindex 95 (690 kg) und nur 45 den Wert 91 (615 kg). Maßgeblich ist der Eintrag in Ihrem Fahrzeugschein – diesen dürfen Sie erreichen oder übertreffen, aber nicht unterschreiten.

Brauche ich für 225/45 R18 zwingend Runflat-Reifen?

Nur, wenn Ihr Fahrzeug ab Werk auf Runflat ausgelegt ist – das erkennen Sie meist am fehlenden Ersatzrad und an einer Notlauf-Kennung wie RFT, SSR, MOE, ZP oder ROF auf den montierten Reifen. Dann sollten Sie auch beim Neukauf Runflat wählen und nicht mit Standardreifen mischen. Fährt Ihr Auto herkömmliche Reifen, brauchen Sie keine Runflat.

Warum hat mein Winterreifen eine schlechtere Nasshaftungsklasse als der Sommerreifen?

Weil beide nach demselben Maßstab auf nassem Asphalt gemessen werden – und die weiche Wintermischung dort bauartbedingt im Nachteil ist. In dieser Größe erreichen 121 von 232 Sommerreifen ein A, aber nur 6 von 121 Winterreifen. Vergleichen Sie Winterreifen deshalb ausschließlich untereinander.

Alle lieferbaren Modelle für Sommer, Winter und das ganze Jahr finden Sie gebündelt im gesamten PKW-Sortiment. So treffen Sie mit der richtigen Kennung sicher die passende Wahl – ob sportliches Premium oder preisbewusste Alternative.

Schlagwörter: 225/45 R18 Reifengröße Kaufberatung UHP-Reifen Runflat Sommerreifen

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