# Kormoran, Riken, Tigar: Drei Michelin-Marken, 2.054 Einträge – und kein einziges A bei Nässe

Veröffentlicht: 01.10.2026 · Aktualisiert: 05.10.2026 · Kategorie: Reifenlabel & EU-Kennzeichnung · Autor: Reifentiefpreis · Schlagwörter: Kormoran, Riken, Michelin, Nasshaftung, EU-Reifenlabel, Zweitmarke

Titelbild: https://www.reifentiefpreis.live/bild/blog/kormoran-riken-nasshaftung.jpg

Wer im Regal nach einem günstigen Winterreifen sucht, stößt fast zwangsläufig auf Kormoran und Riken. Beide Namen klingen nach eigenständigen Herstellern, beide liegen preislich weit unter den bekannten Premiummarken — und beide gehören demselben französischen Konzern wie Michelin. Wir haben nicht nur nachgeschlagen, wem die Marken gehören, sondern beide komplett durchgezählt: einmal in der europäischen Produktdatenbank für die Energieverbrauchskennzeichnung und einmal in unserem eigenen Katalog vom 1. Oktober 2026. Dabei ist ein Muster aufgefallen, das sich quer durch beide Datenquellen zieht und das kein Werbeprospekt erwähnt.

## Dieselbe Eintragung, sechs verschiedene Flanken

Für jeden Reifen, der in der EU verkauft wird, muss der Lieferant einen Eintrag in der Produktdatenbank EPREL anlegen. Dort steht nicht nur das Etikett, sondern auch, welche Firma die Registrierung verantwortet. Wir haben das für sechs Markennamen abgefragt, die dem Michelin-Konzern zugerechnet werden — und in jedem einzelnen von uns geöffneten Datensatz steht dieselbe Organisation als Lieferant: die **Manufacture Française des Pneumatiques Michelin**, eingetragen als juristische Person mit der Website michelin.com ([Quelle: EPREL, Europäische Produktdatenbank für die Energieverbrauchskennzeichnung](https://eprel.ec.europa.eu/screen/home)).

Dabei lohnt der Blick auf ein Feld, das die Datenbank selbst mitliefert und das auf der deutschen Produktseite als „Art des Lieferanten" erscheint. Die EU-Reifenlabelverordnung kennt dort drei Rollen: Hersteller, Bevollmächtigter eines außerhalb der EU sitzenden Herstellers und Importeur. Bei allen sechs Namen — auch bei den drei günstigen — steht in den von uns geöffneten Datensätzen dort **Hersteller**. Das ist mehr als eine Formalie: Michelin tritt hier nicht als Vertriebsfirma auf, die fremde Ware unter eigenem Namen anmeldet, sondern übernimmt die Herstellerverantwortung für die Angaben. Wer wissen will, wie unterschiedlich dieses Feld bei anderen Billigmarken belegt ist, findet die Systematik in unserer [Auswertung der Lieferantennamen im EU-Register](https://www.reifentiefpreis.live/blog/reifenmarke-eu-register-lieferant); die Besitzverhältnisse im Markt insgesamt haben wir im [Überblick, wer zu wem gehört](https://www.reifentiefpreis.live/blog/reifenmarken-wer-gehoert-zu-wem) zusammengetragen.

Bevor es an die Zahlen geht, ein Wort zur Zählweise, denn an dieser Stelle gehen die meisten Angaben im Netz schief. **Ein Registereintrag ist kein Reifenmodell, sondern eine einzelne Ausführung.** Jede Größe und jede Last-/Geschwindigkeitskombination wird eigens angemeldet. In unserem eigenen Sortiment kommen auf ein Reifenmodell im Schnitt gut zwanzig Registriernummern — ein einziges gängiges Profil kann also für mehrere Hundert Einträge sorgen. Wenn unten von 2.054 Einträgen die Rede ist, sind damit 2.054 angemeldete Ausführungen gemeint und nicht 2.054 verschiedene Reifen im Schaufenster.

Gezählt haben wir nicht über das Durchblättern der Trefferliste, sondern über die Trefferzahlen, die das Register selbst zu jeder Abfrage ausgibt — einmal je Marke und zusätzlich einmal je Marke und Nasshaftungsklasse. Das hat einen handfesten Vorteil: **Die fünf Klassensummen müssen die Gesamtzahl der Marke ergeben, und sie tun es bei allen fünf ausgewerteten Marken auf den Eintrag genau.** Diese Probe ist der eigentliche Beleg dafür, dass hier nichts doppelt gezählt und nichts übersehen wurde. Zusammen sind es **4.629 Registereinträge** für die fünf Marken neben Michelin; die Hauptmarke selbst bringt weitere 4.642 mit. Stand der Registerabfrage ist der 2. Oktober 2026. Dass ein Eintrag im Laufe der Zeit nachgebessert wird und dann eine höhere Versionsnummer trägt, kommt vor — die Trefferzahl erhöht sich dadurch nicht, weil die Registriernummer dieselbe bleibt.

Die sechs Namen sind **Michelin** selbst, **BFGoodrich**, **Kleber**, **Kormoran**, **Riken** und **Tigar**. Tigar ist dabei ein Sonderfall: ebenfalls auf dieselbe Firma eingetragen, bei uns aber überhaupt nicht im Regal — eine Marke, die es in Deutschland zwar gibt, die in unserem Sortiment aber schlicht nicht vorkommt. Wichtig ist dabei eine Unterscheidung, die in Foren regelmäßig untergeht: Dass ein Konzern eine Marke als Hersteller registriert, heißt **nicht**, dass unter allen Namen derselbe Reifen läuft. Es heißt zunächst nur, dass derselbe Konzern für die Angaben geradesteht. Was die Marken tatsächlich trennt, verrät erst das Etikett — und genau da wird es interessant.

## Die Grenze, die drei dieser Marken nie überschreiten

Die Nasshaftungsklasse ist der sicherheitsrelevanteste Wert auf dem [EU-Reifenlabel](https://www.reifentiefpreis.live/info/reifenlabel). Sie reicht von A bis E und beschreibt, wie gut ein Reifen auf nasser Fahrbahn bremst. Für diese Klasse haben wir den gesamten registrierten Bestand der drei günstigen Konzernmarken klassenweise ausgezählt, und das Ergebnis ist in seiner Eindeutigkeit bemerkenswert:

- **Kormoran:** 683 Registereinträge — B 107, C 498, D 78. Kein einziges A.
- **Riken:** 686 Einträge — B 121, C 487, D 78. Kein einziges A.
- **Tigar:** 685 Einträge — B 121, C 487, D 77. Kein einziges A.

Zusammen sind das **2.054 registrierte Ausführungen dieser drei Marken, und nicht eine davon trägt die Bestnote bei der Nasshaftung.** Die Abfrage auf Nasshaftung A liefert bei jeder der drei Marken null Treffer, und weil die vier übrigen Klassen in der Summe exakt die Markengesamtzahl ergeben, ist diese Null kein Suchfehler, sondern rechnerisch dicht.

Noch auffälliger ist, wie ähnlich sich die drei Verteilungen sind: Überall liegen gut sieben von zehn Einträgen auf C, zwischen 16 und 18 Prozent auf B und gut jeder zehnte auf D. Bei Riken und Tigar geht die Ähnlichkeit so weit, dass sie kaum noch Zufall sein kann — **121 B, 487 C und 78 beziehungsweise 77 D**, also eine Abweichung von genau einem einzigen Eintrag über fast siebenhundert Anmeldungen hinweg. Drei Marken, drei Länderklänge, eine einzige Kurve.

Dass eine Marke in einer Klasse nichts anzubieten hat, ist für sich genommen noch keine Aussage über Sicherheit — ein C ist ein zugelassener, völlig legaler Wert, und jeder dieser Reifen erfüllt die gesetzlichen Mindestanforderungen. Die Aussage liegt woanders: Hier ist eine **Obergrenze** sichtbar, und zwar nicht zufällig in einer Stichprobe, sondern über den gesamten registrierten Bestand hinweg. Wer unter einem dieser drei Namen kauft, kauft innerhalb eines Bandes, dessen oberes Ende der Konzern anderen Namen vorbehält.

Damit so eine Aussage trägt, muss man sie gegenprüfen — denn „keine A-Bewertung gefunden" kann auch schlicht heißen, dass man an der falschen Stelle gesucht hat. Die Gegenprobe im selben Register, mit derselben Methode und am selben Tag, schließt das aus. Bei **Kleber** stehen von 1.143 Einträgen **536 auf A** und 532 auf B — zusammen über 93 Prozent in den beiden besten Klassen, und kein einziger Eintrag schlechter als C. Bei **BFGoodrich** sind es **525 A** von 1.432 Einträgen, dazu 634-mal B. Allein diese beiden Namen bringen es auf **1.061 Ausführungen mit Nasshaftung A** — während Kormoran, Riken und Tigar zusammen bei null stehen.

Damit die Null richtig eingeordnet wird, lohnt zum Schluss der Blick auf den gesamten Markt, denn ein A ist auch dort nicht der Normalfall. Über alle 305.812 Einträge des Registers hinweg verteilt sich die Nasshaftung so: **33.422 Ausführungen auf A, 110.197 auf B, 126.634 auf C, 31.212 auf D und 4.347 auf E.** Die Bestklasse trifft also knapp **elf Prozent** aller angemeldeten Reifen. Rechnet man diesen Marktanteil auf die 2.054 Einträge von Kormoran, Riken und Tigar herunter, wären dort **rund 225 A-Ausführungen** zu erwarten. Gefunden haben wir keine einzige. Kleber kommt mit 47 Prozent A auf mehr als das Vierfache des Marktdurchschnitts, BFGoodrich mit 37 Prozent auf mehr als das Dreifache. Die Lücke ist also nicht einfach ein knappes Verfehlen einer seltenen Klasse, sondern ein deutlicher Ausschlag nach unten.

Eine Ehrlichkeit gehört dazu: BFGoodrich ist kein durchgehend besserer Reifen, sondern eine Marke mit sehr breitem Programm. Sie reicht bis D und E hinunter, 52 beziehungsweise 51 Einträge liegen dort — das sind die groben Geländeprofile, bei denen Nassgriff konstruktiv nicht im Vordergrund steht. Der Unterschied zu den drei günstigen Namen ist also nicht „überall besser", sondern grundsätzlicher Art: **Bei BFGoodrich und Kleber ist die Bestklasse Teil des Programms, bei Kormoran, Riken und Tigar kommt sie nicht ein einziges Mal vor.** Dazwischen liegt keine Grauzone, sondern eine Lücke. Dieselbe Abfrage, die bei drei Marken kein einziges A findet, fördert bei zwei anderen Marken desselben Herstellers über tausend zutage. Das ist, nebenbei bemerkt, auch der Grund, warum sich der Preisabstand zwischen Kleber und Michelin anders anfühlt als der zwischen Kleber und Kormoran: Im ersten Fall zahlen Sie für Feinheiten innerhalb derselben Klasse, im zweiten für den Sprung über eine Grenze. Wie weit Kleber dabei an die Hauptmarke heranreicht, haben wir im [ausführlichen Datencheck zur Marke Kleber](https://www.reifentiefpreis.live/blog/kleber-reifen-marke) nachgerechnet.

## Was davon bei uns im Regal steht

Das EU-Register beschreibt den gesamten europäischen Markt. Unser Regal ist ein Ausschnitt davon — und dieser Ausschnitt fällt noch deutlicher aus. In unserem Katalogstand vom 1. Oktober 2026 mit 57.443 Artikeln stehen **221 Kormoran-Ausführungen und 229 Riken-Ausführungen, alle lieferbar.** Tigar kommt, wie erwähnt, gar nicht vor.

Bei der Nasshaftung sieht es dort so aus: Von den **221 Kormoran-Reifen tragen 187 ein C, 17 ein D und 17 ein E — kein einziger ein A und auch kein einziger ein B.** Bei Riken sind es 17-mal B, 181-mal C, 17-mal D und 14-mal E, also ebenfalls kein A. Zum Vergleich, derselbe Katalog, dieselbe Zählung: Von 798 lieferbaren Kleber-Reifen tragen **404 ein A**, von den 2.611 etikettierten Michelin-Reifen sind es **1.025**.

Hier lohnt ein Hinweis in eigener Sache, weil er zeigt, wie man solche Zahlen lesen sollte: Dass bei Kormoran im Regal auch kein B steht, im Register aber 107 B-Einträge existieren, ist **kein Widerspruch, sondern eine Sortimentsfrage.** Die besseren Kormoran-Ausführungen gibt es — sie stehen bei uns nur gerade nicht. Wer aus unserem Regalbefund schließen würde, die Marke habe grundsätzlich kein B im Programm, läge falsch. Genau deshalb haben wir beide Ebenen getrennt ausgezählt statt nur eine. Umgekehrt gilt dasselbe in die andere Richtung: Dass im Register kein A steht, lässt sich nicht durch ein größeres Sortiment heilen — eine Klasse, die nirgends angemeldet ist, kann auch kein Händler beschaffen.

Beide Marken sind klar auf das bezahlbare Mittelfeld der Fahrzeuggrößen zugeschnitten: Der Schwerpunkt liegt zwischen 15 und 18 Zoll, nach oben ist bei 20 Zoll Schluss, nach unten gibt es noch 13 Zoll. Und beide sind erkennbar auf die kalte Jahreszeit ausgerichtet — bei Kormoran wie bei Riken sind jeweils **93 Ausführungen Winterreifen**, bei beiden die größte Saisongruppe. Das passt zum Zeitpunkt: Wer jetzt im Oktober einen günstigen Satz sucht, landet schnell bei genau diesen Namen. Die gesamte Auswahl finden Sie unter [Winterreifen für Pkw](https://www.reifentiefpreis.live/reifen/pkw/winterreifen).

## 129 Paarungen – und 87-mal dasselbe Etikett

Jetzt zur Frage, die beim Nebeneinander zweier Konzernmarken immer kommt: Ist das derselbe Reifen mit zwei Namen? Wir haben die Modellbezeichnungen beider Marken normalisiert und vollständig gegeneinander gehalten — nicht gegen eine Trefferliste, sondern jede gegen die komplette Liste der anderen Marke.

Das Ergebnis: Kormoran führt 13 Modellnamen, Riken 15. **Sieben davon sind wortgleich** — *Snow*, *SUV Snow*, *All Season*, *All Season SUV*, *Road*, *Road Performance* und *Ultra High Performance*. Daneben hat jede Marke ihre eigenen Namen: Kormoran etwa *SnowPro*, *SUV Summer* und *Van Pro Winter*, Riken dagegen *SnowTime*, *Cargo Winter*, *701* und *CARGOSPEED EVO*.

Geht man eine Ebene tiefer und verlangt, dass **Modellname, Größe und Last-/Geschwindigkeitsindex exakt übereinstimmen**, bleiben **129 direkte Paarungen** übrig. Und bei **87 dieser 129 Paare ist das EU-Etikett in allen drei Werten identisch** — gleiche Effizienzklasse, gleiche Nasshaftungsklasse, gleicher Geräuschwert in Dezibel.

Das ist ein starkes Indiz für eine gemeinsame technische Basis, und so sollte man es auch formulieren: als Indiz. Ein identisches Etikett **beweist** keine Baugleichheit — es belegt, dass zwei Reifen in den drei gemessenen Disziplinen in derselben Klasse gelandet sind. Was ein Etikett leisten kann und wo es aufhört, haben wir an anderer Stelle ausführlich gegenübergestellt: [Ein Label, 46 Reifen](https://www.reifentiefpreis.live/blog/reifenlabel-oder-test). Umgekehrt bleiben 42 Paarungen, bei denen sich die Etiketten unterscheiden — meist in der Effizienzklasse. Die Marken sind sich also sehr ähnlich, aber nicht deckungsgleich.

## Der Aufpreis folgt nicht dem Buchstaben

Wenn 87 Paare dasselbe Etikett tragen, müsste der Preis sie eigentlich auch gleich behandeln. Tut er nicht. In **91 der 129 Paarungen ist Kormoran teurer**, in 38 Fällen Riken — die Richtung ist also nicht einheitlich, aber sie hat eine leichte Schlagseite. Der typische Abstand ist dabei klein: Der **Median der Paardifferenz liegt bei 3,94 Euro je Reifen**. Bewusst den Median und nicht den Durchschnitt — in den 129 Paaren steckt ein einzelner, offensichtlich fehlerhafter Preisausreißer, der den Durchschnitt allein um fast zwei Euro verschieben würde. Wir haben ihn intern zur Korrektur gemeldet, statt ihn in eine Kennzahl einfließen zu lassen.

Wie wenig belastbar Centbeträge in diesem Segment sind, haben wir beim Nachprüfen selbst erlebt. Beim Ganzjahresreifen in 205/55 R16 mit Index 91H lagen die beiden Ausführungen am 1. Oktober acht Cent auseinander, mit Riken auf der teureren Seite. Einen Tag später war es umgekehrt, und zwar um einen halben Euro. **Bei Abständen unter etwa einem Euro entscheidet nicht die Marke, sondern der Tag.** Belastbar ist an diesem Paar nur das Etikett, und das unterscheidet sich tatsächlich: Riken steht bei der Effizienz eine Klasse besser, bei Nasshaftung und Geräusch sind beide gleich. Wer also zwischen den beiden Namen schwankt, sollte nicht nach der Marke entscheiden, sondern die konkrete Ausführung vergleichen — der Unterschied steckt in der einzelnen Größe, nicht im Namen auf der Flanke.

Wo der Abstand groß genug ist, um ihn überhaupt zu nennen, sieht es so aus. Beim SUV-Winterreifen in der gefragten Größe 235/65 R17 stehen sich gegenüber: [Kormoran SUV Snow 235/65 R17 108H](https://www.reifentiefpreis.live/artikel/kormoran-suv-snow-235-65-r17-108h-89184) für **119,18 Euro** und [Riken SUV Snow 235/65 R17 108H](https://www.reifentiefpreis.live/artikel/riken-suv-snow-235-65-r17-108h-96167) für **112,80 Euro** — gleicher Modellname, gleiche Größe, gleicher Index, identisches Etikett in allen drei Werten (C / C / 72 dB), und trotzdem gut sechs Euro Unterschied je Reifen, also rund 26 Euro auf den Satz. Hier lohnt der Vergleich, weil der Abstand größer ist als die tägliche Bewegung.

## Was eine Nasshaftungsklasse im Winterregal kostet

Spannender als der Vergleich der beiden Geschwister ist der Blick nach oben, denn er beziffert, was die Grenze aus dem zweiten Abschnitt wert ist. In der Winterreifengröße 215/55 R17 mit Index 94H führen wir beides im selben Regal:

- [Kormoran Snow 215/55 R17 94H](https://www.reifentiefpreis.live/artikel/kormoran-snow-215-55-r17-94h-120642) für **83,01 Euro**, Etikett D / **C** / 72 dB.
- [Kleber Krisalp HP3 215/55 R17 94H](https://www.reifentiefpreis.live/artikel/kleber-krisalp-hp3-215-55-r17-94h-137450) für **108,52 Euro**, Etikett C / **B** / 69 dB.

Derselbe Hersteller, dieselbe Größe, derselbe Index, dieselbe Jahreszeit. Der Aufschlag beträgt **25,51 Euro je Reifen**, rund 102 Euro auf vier. Dafür bekommen Sie eine Nasshaftungsklasse besser, eine Effizienzklasse besser und drei Dezibel weniger Rollgeräusch. Dieser Abstand ist groß genug, dass er die Tagesschwankung deutlich überragt — anders als die Centbeträge im Abschnitt davor taugt er also tatsächlich als Entscheidungsgrundlage. Ob der Sprung die Sache wert ist, hängt davon ab, wie viel Sie im Nassen unterwegs sind — aber die Frage lässt sich jetzt wenigstens mit konkreten Zahlen stellen statt mit Markengefühl. Alle genannten Preise sind der Stand vom 2. Oktober 2026 und bewegen sich im Tagesgeschäft; die Mengenangaben aus unserem Katalog stammen vom 1. Oktober 2026.

## Wofür diese Reifen taugen – und wofür nicht

Nach dieser Auszählung lässt sich eine ehrliche Einordnung geben, und sie fällt differenzierter aus, als die Zahl „null A" vermuten lässt.

**Dafür sprechen diese Marken:** Sie sind preislich sehr attraktiv, sie stehen in den Größen bereit, die kleine und mittlere Fahrzeuge tatsächlich brauchen, sie sind durchgehend lieferbar, und hinter der Registrierung steht nicht ein anonymer Importname, sondern ein Konzern, der im Register ausdrücklich als Hersteller geführt wird und damit für die Angaben einsteht. Für ein Zweitfahrzeug, einen Wenigfahrer, ein Auto mit überschaubarer Restlaufzeit oder einen Winterzweitsatz mit wenigen tausend Kilometern im Jahr ist das eine nachvollziehbare Wahl.

**Dagegen spricht:** Wer viel bei Regen auf der Autobahn unterwegs ist, viel Gewicht bewegt oder schlicht den kürzesten Nassbremsweg will, kauft hier systematisch unterhalb dessen, was technisch möglich ist — und zwar nicht nur zufällig in dieser einen Größe, sondern über alle 2.054 angemeldeten Ausführungen hinweg. Das ist der eigentliche Wert dieser Auswertung: Sie zeigt, dass es sich nicht um Pech bei der Größenauswahl handelt, sondern um eine Positionierung.

> **Praxisregel:** Vergleichen Sie nie Marke gegen Marke, sondern immer die konkrete Ausführung in Ihrer Größe. Der Buchstabe bei der Nasshaftung steht auf jeder Artikelseite — und er trennt diese Reifen zuverlässiger voneinander als der Name auf der Flanke.

Passende Modelle in Ihrer Größe finden Sie über unsere [Winterreifen für Pkw](https://www.reifentiefpreis.live/reifen/pkw/winterreifen); Begriffe rund um das Etikett erklären wir im [Reifen-Wiki](https://www.reifentiefpreis.live/wiki).

## Häufige Fragen

### Sind Kormoran und Riken derselbe Reifen mit zwei Namen?
Belegt ist, dass beide Marken auf dieselbe Michelin-Gesellschaft registriert sind — und zwar mit der Rolle „Hersteller" —, dass sie sieben Modellnamen teilen und in 87 von 129 exakt vergleichbaren Paarungen ein identisches EU-Etikett tragen. Das ist ein deutliches Indiz für eine gemeinsame Basis, aber kein Nachweis technischer Baugleichheit — in 42 Paarungen unterscheiden sich die Etiketten.

### Warum steht auf diesen Reifen nie ein A bei der Nasshaftung?
Das lässt sich aus den Daten nur feststellen, nicht erklären: Unter den 2.054 aktuell im EU-Register geführten Einträgen von Kormoran, Riken und Tigar findet sich keine A-Bewertung, während die Konzernmarken Kleber und BFGoodrich zusammen auf 1.061 kommen. Es handelt sich erkennbar um eine Positionierung innerhalb der Markenfamilie.

### Sind Reifen ohne A trotzdem sicher und zugelassen?
Ja. Jede der Klassen A bis E erfüllt die gesetzlichen Mindestanforderungen, und ein C ist ein regulärer, zulässiger Wert. Der Unterschied liegt im Nassbremsweg, nicht in der Zulassungsfähigkeit — relevant wird er vor allem bei hohem Tempo, viel Regen und schwerer Beladung.

## Fazit

Kormoran und Riken sind keine anonymen Billigmarken, sondern die bezahlbare Etage eines großen Konzerns — mit allem, was dazugehört: verlässliche Lieferbarkeit, saubere Registrierung als Hersteller, passende Größen, niedriger Preis. Gleichzeitig zeigen 2.054 Registereinträge und 450 Ausführungen in unserem eigenen Regal eine klare Obergrenze bei der Nasshaftung, die der Konzern anderen Namen vorbehält. Beides gehört zusammen, und beides sollte man wissen, bevor man bestellt.


Quelle: https://www.reifentiefpreis.live/blog/kormoran-riken-nasshaftung
